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Mount Woodcore GmbH, Fünfhausgasse 5, A-1150 Wien,
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Fotos: Markus Oberndorfer (Produktfotos),
Marion Luttenberger (Vom Holzkern zum Ski), Mike Mandl (Werkstatt/Material), Nadine Poncioni (Werkstatt), Jürgen Knoth (Outdoor), Bernhard Fiedler (Outdoor)
Grafik: Gratzer /Schmid, Web: Gratzer, Konfigurator: Feasible, Rechenraum, cyLEDGE
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DIE GESCHICHTE

Die Suche nach dem perfekten Ski

KAPITEL I:
WIE ALLES BEGANN

WIE ENTSTEHT EINE SKIMANUFAKTUR IN DER WIENER INNENSTADT? GANZ EINFACH – ALLES WAS ES BRAUCHT, SIND EIN PAAR LEIDENSCHAFTLICHE SKIFAHRER MIT EINER BESONDEREN IDEE, DIE IHREN LEBENSMITTELPUNKT IN WIEN HABEN.

Dass so eine leidenschaftsgetriebene Truppe aus einem Mix aus Physikern, Sportgerätetechnikern, Wirtschaftsingenieuren und Marketern besteht, ist natürlich kein Nachteil. Genauer gesagt ist das wahrscheinlich einer der Gründe, warum sich die Skier letztendlich so gut fahren.

 

Wir, die Jugendfreunde Dominic und Clemens, haben 2011 den Grundstein zu Ünique Skis gelegt. Wir kennen uns seit frühesten Kindheitstagen, besser gesagt, seit unsere Eltern zusammen ein Ferienhaus in Tirol gebaut haben. Wir konnten damals kaum laufen und wurden von ihnen schon auf die Skier gestellt. Über die Jahre haben sich unsere beruflichen Interessen zwar weit voneinander entfernt - Dominic hat es in die Natur- und Clemens in die Sozialwissenschaften getrieben – die Freundschaft und die Liebe zum Skisport aber sind geblieben.

 

Und nicht nur der Sport, sondern besonders das Material hat es uns angetan. Oft nächtelang haben wir über den perfekten Shape, die richtige Vorspannung, den idealen Radius und das beste Design am Skimarkt diskutiert. Immer mit dem selben Ergebnis: den perfekten Ski gibt es einfach nicht!
Wie soll es ihn auch geben? Jeder Mensch hat schließlich einen einzigartigen Fahrstil, eine einzigartige Statur und einzigartige Bedürfnisse beim Skifahren. Der perfekte Ski müsste also so einzigartig sein, wie der Mensch der ihn fährt. Ein maßgefertigter Ski müsste es also sein…

 

Diese Erkenntnis hat für uns Alles verändert. Jeder Ski von der Stange war plötzlich ein Kompromiss, selbst wenn nur winzige Details optimierbar waren. Und mit Kompromissen haben wir uns beide noch nie gerne zufriedengegeben. Also haben wir kurzerhand beschlossen den perfekten Ski selbst zu bauen. Wie schwer kann das schon sein?

KAPITEL II:

DAS HANDWERK ERLERNEN

STELLT SICH HERAUS: ZIEMLICH SCHWER!

Dominic hat damals in einer Patentanwaltskanzlei gearbeitet. Einer seiner größten Kunden war ein führender heimischer Skihersteller. Dadurch hatten wir schon ein grundsätzliches Verständnis für den Skibau. Zusätzlich haben wir uns intensiv mit Skibauern aus der ganzen Welt ausgetauscht und jedes bisschen Wissen wie zwei Schwämme aufgesaugt. Zig ausrangierte Skier wurden zersägt und analysiert.

 

Zu diesem Zeitpunkt haben wir Christian & Flo, zwei Snowboardbauer aus Krems, kennen gelernt. Die beiden haben in Wien gelebt aber ihre Snowboards in Krems gebaut. Und so haben wir uns ausgemacht, dass wir doch zusammen eine kleine Werkstatt in Wien aufbauen könnten. Wir stellen den Platz (glücklicherweise hatten wir damals eine kleine Garage im 15. Bezirk zur freien Verfügung) und sie stellen das Wissen im Snowboardbau – der dem Skibau enorm ähnlich ist.  

 

Zusammen haben wir ihre Maschinen nach Wien geschafft und uns in der kleinen Garage, mitten in Wien, eine Werkstatt aufgebaut. Mit ihrer Hilfe war dann 18 Monate später tatsächlich der erste Ski fertig… naja zugegeben, perfekt war nicht. Er hatte eine fragwürdige Vorspannung, eine viel zu flache Skispitze, deutliche Spaltmaße zwischen Kanten und Belag - aber fahrtauglich war er allemal und sogar gut genug um heute noch damit fahren zu können – wenngleich eher aus nostalgischen Gründen. Eben ein Ski mit Charakter.

KAPITEL III:

EIN TESTINGKONZEPT MUSS HER

NACH DIESEM ERSTEN PROTOTYP HAT UNS DIE BEGEISTERUNG ERST RICHTIG GEPACKT. ES WURDE EIN SKI NACH DEM ANDEREN PRODUZIERT. 10, 30, 50 PAAR UND KEIN ENDE IN SICHT.

Und sie wurden tatsächlich mit fast jedem Modell besser und besser. Aber egal wie viele Skier wir gebaut haben, sie wurden einfach nicht gut genug um uns vollständig zufrieden zu stellen. Das letzte Quäntchen hat einfach noch gefehlt. Und es wurde uns klar, dass wir - um den perfekten Ski zu finden - dringend Hilfe benötigen.

 

Und plötzlich stand Gernot vor der Tür. Besser gesagt hat er uns ein Mail geschrieben mit der, bis heute, legendären Frage: „Wie sieht eigentlich euer Testingkonzept aus“?
Wir haben die Frage kaum verstanden. Bisher haben wir einen Ski gebaut – sind damit Skifahren gegangen – und haben verändert, was uns eben logisch erschien. Meißens hat das Veränderungen nach sich gezogen, die wir zwar nachvollziehen konnten, aber von denen wir nicht exakt bestimmen konnten ob sie einen Schritt nach vorne oder zurück bedeuteten. Rückblickend war es warhscheinlich ein Fehler die Skier selber zu testen. Denn zum Einen waren wir natürlich befangen, da wir jeden Ski in mühsamer Handarbeit gefertigt haben und geliebt haben wie unser eigen Fleisch und Blut - und zum anderen haben wir einfach nicht genug Gefühl im Fuß gehabt um die nötigen Optimierungen beim Fahren herauszusprühen. Da hilft einem jede Leidenschaft der Welt nicht weiter, dafür braucht es einfach einen echten Profi. Einen der jedes noch so kleine Detail beim Fahren erspürt.

Also haben wir Gernot zu uns eingeladen um uns anzuhören, wie so ein ‚Testingkonzept‘ aussehen könnte. Gernot ist ein ehemaliger Rennfahrer. Der Waidhofener ist in seiner Jugend für den Niederösterreichischen Landesverband Skirennen gefahren. Und auch wenn er nie den großen Durchbruch geschafft hat, hatte er seinen Kollegen immer eine Sache voraus. Er hat ein unglaubliches Gefühl im Fuß und hat sich immer leichter damit getan das perfekte Setup zu finden. Einer der größten heimischen Skiproduzenten hat dieses Talent erkannt und ihn - nach seiner Rennfahrerkarriere - als Skitester engagiert. Dabei hat er Modelle getestet, die später hundertausendfach verkauft wurden und hat sogar Ski für Weltcupfahrer mitentwickelt. Wir haben sofort erkannt, dass er der Mann ist, der unsere Ski auf das nächste Level bringen wird. Also haben wir ihn eingepackt und sind mit ihm in die Berge gefahren. Er stellt sich auf unseren Ski - setzt ein paar Schwünge - dreht sich zu uns und sagt: „Burschen, das ist ein wirklich schöner Ski, aber wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.“

KAPITEL IV:

QUALITÄT HAT IHREN PREIS

ES IST 2015 UND GERNOT HAT MITTLERWEILE EIN TESTINGTEAM ZUSAMMENGESTELLT. ES BESTEHT AUS EHEMALIGEN RENNFAHRERN, SKILEHRERN, SKIFÜHRERN SOWIE ZIELGRUPPENGERECHTEN HOBBYFAHRERN. EIN GUTER MIX MACHTS EBEN AUS.

Wir, Dominic und Clemens, sind jedenfalls kein bedeutender Teil des Testingteams mehr und das ist vermutlich auch gut so. Hunderte Ski wurden mittlerweile produziert und nicht nur die Produktqualität, sondern auch die Marke entwickelt sich prächtig. Wir mausern uns langsam von einem Garagenprojekt zu einem ernsthaften Unternehmen. Universitäten und Fachhochschulen beginnen mit uns zu kooperieren und zu forschen. Unsere Fertigung wird umgebaut und unter Sebastian prozessoptimiert. Wir bauen einen professionellen Vertrieb unter Oliver auf, Händler nehmen uns Österreichweit in ihr Sortiment auf und die ersten Auszeichnungen lassen nicht lange auf sich warten.

 

Eine Frage bleibt aber: Großindustrielle Skifirmen fertigen Ski seit Jahrzehnten und sie haben millionenschwere Entwicklungsbudgets. Wie schafft es ein Handvoll Flachländer mit diesen globalen Giganten mitzuhalten?

Die Antwort:

Wir leben Skifahren, verwenden nur die besten Materialien und fertigen unsere Skier 

mit mehr Sorgfalt als das in einer Massenproduktion möglich wäre.

Dadurch sind unsere Skier zwar etwas teurer, aber um das was wir teurer sind,

sind wir eben auch besser.